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Bremerhaven Plus / Ratgeber
So klappt es mit der Grundsteuer-Erklärung
©Robert Kneschke/stock.adobe.com
Post vom Finanzamt

So klappt es mit der Grundsteuer-Erklärung

Wenn Sie ein Haus, ein Grundstück oder eine Eigentumswohnung besitzen, haben Sie bestimmt schon Post vom Finanzamt bekommen. Denn bis 2025 soll die Grundsteuer in Deutschland reformiert werden. Dafür benötigt das Finanzamt Angaben von Ihnen. Lesen Sie hier, welche Daten Sie dafür brauchen, wo Sie diese finden und wie Sie die Grundsteuer-Erklärung an die Behörde weitergeben können.

AbgabeFrist endet am 31. Januar 2023

Ursprünglich sollte die Grundsteuer-Erklärung dem Finanzamt spätestens zum 31. Oktober vorliegen. Gerade erst wurde die Frist aber um drei Monate auf den 31. Januar 2023 verlängert. Allerdings sollen die Daten nach wie vor elektronisch übermittelt werden. Das stellt manch einen vor eine Herausforderung. Doch in den meisten Fällen lässt sich die Erklärung schnell ausfüllen.

So klappt es mit der Grundsteuer-Erklärung

Diese Daten benötigen Sie für die Grundsteuer-Erklärung:

  • Größe des Grundstücks
  • Grundbuchdaten wie Flurstück und Flurnummer
  • Anzahl der Gebäude und Wohnfläche
  • Baujahr der Gebäude
  • Bodenrichtwert
  • (Mit-)Eigentümer

Hier finden Sie diese Daten

Alle Informationen zu Größe, Lage und Gebäuden finden Sie in Ihren Unterlagen. Zum Beispiel im Kaufvertrag oder Bauplan der Immobilie. Informationen zu Größe und Flurstück lassen sich auch online abfragen. Schauen Sie bei einer Immobilie im Bundesland Bremen auf dem Geoportal Bremen und in Niedersachsen im Grundsteuer-Viewer. Suchen Sie Ihr Grundstück dort auf der Karte und klicken Sie es an. Genau so funktioniert es auch beim Bodenrichtwert. Gehen Sie dafür auf diese gemeinsame Seite der Bundesländer Bremen und Niedersachsen.

Digitale Übermittlung der Grundsteuer-Erklärung

Doch wie kommen diese Daten nun zum Finanzamt? Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus, eine Eigentumswohnung oder ein Grundstuck im Bundesland Bremen besitzen, können sie diese Website des Finanzministeriums nutzen. Sie bietet eine vereinfachte Eingabe. Allerdings auch nur in unkomplizierten Fällen. Sind sie zum Beispiel Anteilseigentümer eines Privatweges oder Garagenhofs, ist die Übermittlung dort nicht möglich.

Internetseite des Finanzministeriums

Wenn das der Fall ist oder Sie Eigentum in Niedersachsen haben, ist das ELSTER-Portal Ihre Anlaufstelle. Um es nutzen zu können, müssen Sie sich erst auf der Internetseite freischalten lassen. Dazu wird ihnen per Post ein Code zugeschickt. Das kann einige Tage dauern! Deshalb sollten Sie nicht erst Ende Januar mit der Grundsteuererklärung anfangen.

Hier gibt es Hilfe

Wenn Sie bei ELSTER eingeloggt sind, erklärt sich vieles durch die eingebauten Hilfsfunktionen. Trotzdem kann das Ausfüllen des Formulars eine ziemliche Herausforderung sein. Falls Sie an einer Stelle nicht weiterkommen oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung brauchen, gibt es Hilfsseiten der Bundesländer. Hier ist das Angebot für das Bundesland Bremen, hier für das Bundesland Niedersachsen.

Warum wird die Grundsteuer überhaupt reformiert?

Die Grundlagen zur Berechnung der Grundsteuer sind komplett veraltet. Die erhobenen Werte stammen in Westdeutschland aus dem Jahr 1964 und in den neuen Bundesländern sogar aus dem Jahr 1935. Mit der neuen Erhebung soll eine einheitliche und aktuelle Basis geschaffen werden. Den angepassten Steuersatz müssen Sie dann ab 2025 zahlen. Ob er höher oder geringer ausfällt als jetzt, hängt von der Entwicklung des Wohngebietes zusammen. Wenn es nach 1964 einen Aufschwung erlebt hat, könnte es eher teurer werden. In einer weniger begehrten Nachbarschaft sinkt der Satz eventuell sogar.


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