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Bremerhaven Plus / Ratgeber
Hello Sunshine: Gesund mit Vitamin-D
©anetlanda/stock.adobe.com
Schutz vor Osteoporose und Stärkung Ihres Immunsystems

Hello Sunshine: Gesund mit Vitamin-D

Lange Zeit kaum beachtet, mittlerweile Gegenstand zahlreicher Studien: Vitamin-D. Auch bekannt als das Sonnenvitamin! Es ermöglicht die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und hält so Ihre Knochen und Zähne stark und stabil. Auch versorgt Vitamin-D die Muskeln und ist vor allem in den vergangenen Jahren immer wieder in aller Munde aufgrund seiner Wirkung auf das Immunsystem. Erfahren Sie jetzt alles Wissenswerte dazu.

Hello Sunshine: Gesund mit Vitamin-D

Wir wird Vitamin D gebildet?

Kurz vorweg, weil es besonders wichtig ist: Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung kann Sie vor Osteoporose schützen. Denn: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann besonders im höheren Alter ein Mangel zur Entstehung von Osteoporose beitragen.

Ca. 80 bis 90 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin-D nimmt Ihre Haut mithilfe des Sonnenlichts auf. Vorausgesetzt, der Himmel ist überwiegend wolkenfrei und die Sonne steht hoch, wie in Deutschland von März bis Oktober.

Die restlichen zehn bis 20 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin-D werden über die Nahrung aufgenommen – vor allem fetter Seefisch hat einen hohen Vitamin-D-Gehalt. Am besten setzten Sie ihn deshalb ein- bis zweimal pro Woche auf die Speisekarte!

Wie entsteht ein Vitamin-D-Mangel?

  • Sie sind selten an der frischen Luft und dabei auch noch mit langer Kleidung unterwegs? So wird nur sehr wenig Vitamin D über die Haut gebildet. Halten Sie im Sommer möglichst täglich Ihre nackten Arme und Beine in die Sonne und cremen Sie sich möglichst erst nach zehn bis 20 Minuten mit einem Sonnenschutz ein. Andernfalls wird die für die Vitamin-D-Bildung notwendige UV-B-Strahlung blockiert.
  • Faktor Lebensalter: Je älter wir werden, desto weniger Vitamin D wird über die Haut erzeugt.
  • Ist ein Sommer verregnet oder gibt es immer wieder einen wolkenverhangenen Himmel, können wir kein natürliches Vitamin D bilden und speichern. Spätestens im Winter kann der Körper dann in einen Mangel geraten.
  • Lachs, Makrele, Eier und Avocado spielen so gar keine Rolle in Ihrer Ernährung? Dann fehlen zumindest die zehn bis 20 Prozent, die an Vitamin D über das Essen aufgenommen werden können.

Was bewirkt ein zu niedriger Vitamin-D-Status?

Ein Vitamin-D-Mangel kann nicht nur die im Alter gefürchtete Osteoporose, also eine mangelhafte Knochendichte, bewirken. Auch ein deutlich anfälligeres Immunsystem, Haarausfall, andauernde Müdigkeit, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden und sogar Depressionen stehen im Verdacht, durch einen Vitamin-D-Mangel begünstigt zu werden.

Wie sieht ein optimaler Vitamin-D-Wert aus?

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, den Vitamin-D-Status über die Messung von 25-Hydroxyvitamin-D, kurz 25(OH)D, im Blutserum zu bestimmen. Es ist die Hauptform des zirkulierenden Vitamin D und der beste Indikator für den Vitamin-D-Status. Dabei verwendet das RKI die international häufig genutzte Klassifikation des US-amerikanischen Institute of Medicine (IOM). Sie bezieht sich auf die Knochengesundheit und teilt 25(OH)D-Serumwerte wie folgt ein:

25(OH)D
in nmol/l
25(OH)D
in ng/ml
Interpretation  
<30<12Mangelhafte Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Rachitis, Osteomalazie und Osteoporose.
30-<5012-<20Suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit.
50 -<7520-<30Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit.
75-<12530-<50Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ohne weiteren Zusatznutzen für die Gesundheit.
≥125≥50Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.

Wichtige T-Zellen ganz einfach stärken

T-Zellen und ihre Superkräfte sind spätestens seit Corona in aller Munde. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass sie durch eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung gestärkt werden. So belegt eine dänische Studie, dass T-Zellen genügend Mengen an Vitamin-D im Blut benötigen, um ihrer Aufgabe nachzukommen: die Spuren fremder Krankheitserreger zu entdecken und sie zu zerstören.

Werden Sie aktiv!

Beugen Sie rechtzeitig vor und lassen Sie Ihr Blut auf Vitamin-D bei Ihrem Hausarzt überprüfen. So können Sie Ihrer Gesundheit schnell etwas Gutes tun: einerseits über die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten wie Tropfen oder Tabletten und natürlich über die Ernährung. Lassen Sie sich dazu am besten in der Apotheke Ihres Vertrauens beraten. Auch dahin gehend, ob Sie in Ihrem Fall das Vitamin D vielleicht mit Vitamin K2 kombinieren. Das kann insbesondere in der Osteoporosetherapie sinnvoll sein.


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